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Bundesstadt Bonn

Rad- und Fußwegbrücke zum Innovationsdreieck

Das Innovationsdreieck in der Weststadt soll in Zukunft von der Innenstadt aus besser zu Fuß und mit dem Rad erreichbar sein. Daher möchte die Bundesstadt Bonn im Jahr 2028 eine Rad- und Fußwegbrücke über die linksrheinische Bahnstrecke bauen.

Für dieses Bauprojekt zwischen Heinrich-Böll-Ring/Thomastraße und Immenburgstraße (Innovationsdreieck) hat der Rat der Stadt Bonn am 20. März 2025 die Entwurfsplanung beschlossen. Die 6,50 Meter breite Brücke wird einerseits einen 2,50 Meter breiten Gehweg auf der Westseite erhalten. Zum anderen werden für Radfahrende zwei Fahrspuren mit jeweils zwei Metern Breite angeordnet. Die Radwege werden farblich vom Gehweg abgetrennt. Zur Barrierefreiheit wird es eine Aufzugsanlage geben.

Westseite

Westlich der Bahngleise wird die Brückenrampe nach bisheriger Planung in Form eines Schwalbenschwanzes aufgeweitet. Dadurch gelingt eine unmittelbare Anbindung sowohl an die so genannte Innovationsachse entlang der Immenburgstraße als auch an die Hein-Moeller-Straße bis zum Tunnel Alter Friedhof bzw. zur Kreuzung Endenicher Straße/Wittelsbacher Ring. Zusätzlich wird eine Treppe gebaut, die den direkten Zugang in Richtung des Innovationsdreiecks ermöglicht.

Ostseite

Auf Seite der Nordstadt/Innenstadt wird die Brücke eine Spindeltreppe an die Thomastraße bzw. den Heinrich-Böll-Ring erhalten sowie barrierefreie Rampen zu den Straßen.  Die Rampe wiederum verläuft in Richtung Ennemoser Straße und geht in die Radpendlerroute nach Bornheim/Alfter über. Über den Heinrich-Böll-Ring und die Thomastraße ist die Innenstadt angebunden. Radfahrenden mit Fahrtziel Innenstadt stehen am Rampenende die Radwegführungen über den Heinrich-Böll-Ring und die Thomastraße oder über Ellerstraße/Bornheimer Straße (nach Umbau) zur Verfügung. Die Bahnstation Bonn-West soll an beiden Bahnsteigen je einen barrierefreien Aufzug erhalten.

Zwei Planungsvarianten

Der Rat bevorzugt die Planungsvariante 2, die den bisherigen Plänen entspricht. Dafür muss aber die Oberleitung der Bahnstrecke umgebaut werden (geschätzte Zusatzkosten von 2,4 Millionen Euro netto), daher bezweifelt die Deutsche Bahn AG eine Umsetzung während der Sperrpausen auf der linksrheinischen Strecke im Jahr 2028. Sollte diese Alternative nicht im Jahr 2028 realisiert werden können oder zu erheblichen Mehrkosten führen, soll gemäß Beschluss des Rates die Variante 1 umgesetzt werden. Diese sieht eine Anhebung der Brücke gegenüber der Vorstudie um circa zwei Meter vor, so dass sie außerhalb des Einflussbereiches der Oberleitung liegt.

Kostenschätzung

Aktuell schätzt die Stadtverwaltung die Gesamtkosten auf knapp 16,5 bis 16,75 Millionen Euro aus. Diese haben sich seit der Kostenprognose im Rahmen einer Machbarkeitsstudio im Jahr 2023 deutlich erhöht; u.a. durch eine Steigerung des Baupreisindexes von 15 bis 20 Prozent, gestiegene Personalkosten sowie die Anhebung der Brücke (Variante 1) bzw. Oberleitung-Verlegung (Variante 2). Die Stadtverwaltung geht von Fördermitteln durch das Land Nordrhein-Westfalen und Go.Rheinland aus. Obwohl das Projekt grundsätzlich förderfähig ist, gibt es von beiden Fördermittelgebern bisher keine verlässliche Zusage, ob und in welcher Höhe eine Finanzierung erfolgen wird.