Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Mit der Sanierung des F.-A.-Schmidt-Platzes setzen wir einen weiteren Schritt in Richtung einer umweltbewussten und zukunftsfähigen Sportstadt. Durch die baulichen Veränderungen, etwa zum Schutz vor starken Regenfällen oder der energieeffizienten Beleuchtung, kann der Platz nun deutlich besser und häufiger genutzt werden. Das ist ein großer Gewinn für die Sportlerinnen und Sportler. Ich wünsche allen, die den neuen Kunstrasenplatz nutzen, viel Freude mit und auf der Anlage.“
Holger Roggendorf, Erster Vorsitzender des FC Hertha Bonn: „Wir sind sehr glücklich über unsere neue Sportanlage und für uns ist es jetzt die schönste Sportanlage von Bonn. Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder, ob klein oder groß, ihrem Hobby nun staub- und dreckfrei auf dem neuen Kunstrasen nachgehen können. Für die angrenzende Nachbarschaft ist es ebenfalls ein absoluter Mehrwert! Wir sind dadurch auch wettbewerbsfähiger zu den anderen Vereinen geworden und merken dies an einem enormen Zulauf. Mir persönlich macht es übrigens sehr viel Spaß darauf zu spielen!“
Planung, Umbau und Kosten
Der Umbau begann im Juli 2024 und wurde in acht Monaten abgeschlossen. Wasserstauende Schichten ließen den Platz früher nach Regenereignissen nicht richtig abtrocknen. Daher wurden 1.500 Meter Drainageleitung und 460 Meter Entwässerungsleitungen neu verlegt und über moderne Filtersysteme mit einer 90 Kubikmeter aufnehmenden Versickerungsrigole verbunden. Zusätzlich können mehr als 200 Kubikmeter Wasser oberflächlich in umlaufenden Geländemulden aufgefangen werden, was den Platz so vor Überflutungen bei intensiven Regenfällen schützt.
Der Kunstrasen ist CO²-neutral und zu 60 Prozent aus biobasiertem Kunststoff hergestellt. Auf eine bituminöse (aus Erdöl gewonnene Baustoffe) Tragschicht wurde zugunsten einer umweltfreundlichen, elastischen Auflage aus recycelten PE-Schaum verzichtet. Die Verlegung erfolgte mit großen Puzzleplatten, die sich ggf. auch zukünftig bei Reparaturen leichter wechseln lassen. Das alte Flutlicht wurde durch eine blendungsarme und sparsame LED-Beleuchtung mit Zeitsteuerung ersetzt. Zudem wurden die Barrierefüllung und Gitterelemente des alten Ballfangzaunes wiederverwendet. Zehn neue Fahrradbügel wurden durch den Radentscheid finanziert, und alle Bereiche des Sportplatzes sind nun barrierefrei zugänglich.
Der Bedarf an einer Sanierung des Platzes bestand bereits seit Anfang der 2000er Jahre. Jedoch galten u.a. die schwierigen Standortbedingungen als Hindernisse. Im Jahr 2020 konnte eine Vorentwurfsplanung bei der Stadt in Auftrag gegeben werden, der Umsetzungsbeschluss folgte im April 2022. 2023 wurde dann die Ausführungsplanung und 2024 die entsprechenden Baufirmen beauftragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro.